7 Fehler, die bei CNC-Angeboten Marge kosten
Die Marge geht nicht in der Werkstatt verloren: Sie geht am Schreibtisch verloren, wenn Sie das Angebot erstellen. Hier die 7 Fehler, die wir am häufigsten sehen — und wie man sie vermeidet.
1. Stundensätze von vor 5 Jahren
Energie, Personal und Maschinen sind teurer geworden; Ihr Stundensatz nicht. Wenn Sie den Stundensatz nicht mindestens einmal jährlich neu kalkulieren, startet jedes Angebot bereits mit 10-20% erodierter Marge, ohne dass es jemand bemerkt.
2. Rüstzeit nicht umgelegt (oder falsch umgelegt)
Die Rüstzeit bei einem kleinen Los zu vergessen ist der klassische Fehler: das Einzelteil wird mit Verlust verkauft. Das Gegenteil ist ebenso schädlich: 90 Minuten Rüstzeit auf ein Wiederhollos umzulegen, das inzwischen in 20 Minuten gerüstet ist, bedeutet nicht wettbewerbsfähige Angebote und verlorene Aufträge.
3. Toleranzen und Oberflächen flüchtig gelesen
Ein übersehenes H7, ein Ra 0,8 als Ra 3,2 angenommen, eine ignorierte Konzentrizität 0,02: Bei der Fertigung tauchen plötzlich zusätzliche Schnitte, externe Schleifarbeiten, CMM-Prüfungen auf. Der Preis ist aber bereits unterschrieben. Die systematische Zeichnungsprüfung (oder KI-Analyse) ist die günstigste Versicherung, die es gibt.
4. Rohgewicht nach Augenmaß geschätzt
Bei C40 verzeiht der Fehler noch, bei Edelstahl schon weniger, bei Titan oder Inconel ist es ein Desaster: 1 kg Differenz bei einem Inconel-Rohteil sind 60 € Verlust pro Stück. Das Rohteil muss aus den tatsächlichen Ausgangsabmessungen berechnet werden, mit korrekten Aufmaßen — nicht 'Pi mal Daumen'.
5. Werkzeugkosten als 'gratis' betrachtet
Bei zähen Werkstoffen macht der Werkzeugverschleiß 5-15% der Teilekosten aus. Ihn nicht im Angebot zu berücksichtigen bedeutet, ihn zu verschenken. Man braucht Werkzeugkosten pro Operation, abgestimmt auf das Material: Derselbe Einsatz, der 400 Teile in Aluminium schafft, macht 40 in Edelstahl und 8 in Nickellegierung.
6. Einheitspreis statt Staffelpreisliste
Nur einen Preis für eine einzige Menge anzubieten verursacht zwei Schäden: Beim kleinen Los riskiert man, unter den Kosten zu liegen (Rüstzeit!), beim großen Los lässt man Aufträge liegen, die man mit einem Mengenrabatt bekommen hätte. Die Preisliste mit 5 Staffeln (1/10/50/100/500) deckt beide Situationen mit demselben Kalkulationsaufwand ab.
7. Kein Abgleich zwischen Angebot und Ist
Der Fehler, der alle anderen enthält: Niemals die Abweichung zwischen kalkulierten und tatsächlichen Zeiten zu messen. Ohne dieses Feedback wiederholen sich dieselben Fehler jahrelang bei jedem Angebot. Es reichen die Maschinenzeiten der CNC (oder eine Stoppuhr) und ein monatlicher Abgleich, um Muster zu erkennen: 'Bei Edelstahlteilen unterschätze ich immer um 20%'.
MachinePilot schließt diesenKreislauf automatisch: Sie importieren die echten Time Studies (Excel/CSV oder CNC-Export), das System vergleicht Kalkulation und Ist und kalibriert die Parameter IHRER Maschinen nach. Nach wenigen Wochen konvergiert die Schätzung auf eine Genauigkeit von ±8% — und jedes Angebot zeigt die echte Marge pro Operation vor dem Versand.